mich erstaunt und berührt es immer wieder, dass t und m. so dicke freunde sind in ihrem zarten alter. m.s mutter erzählt mir ab und zu, dass ihr sohn ständig von t spricht, auch wenn sie sich zum beispiel urlaubsbedingt länger nicht sehen. t spricht ebenfalls ständig von m., bastelt und malt für ihn und bringt ihm dann seine geschenke in die krippe. heute haben wir uns wieder mal privat getroffen. die zwei funktionierten wie immer super gut zusammen, sind im duopack aber zwei richtig freche rotzbengel.
t will, wenn er bei mir ist, ja grundsätzlich nicht in die krippe gehen. obwohl ich weiss, dass es ihm da gut geht und es ihm gefällt. wenn ich mittwochs allerdings sagen kann, dass m. ja auch da ist, geht es meist problemlos. in der krippe machen sie zusammen sitzungen, müssen ganz viel besprechen und am computer arbeiten, sagen sie. ;-) manchmal stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn sie als teenager immer noch freunde wären und sie jemand fragt, woher sie einander kennen: "wir kennen uns seit wir 6 monate alt sind, wir waren zusammen in der krippe…".
ich finde es schon schade, dass die beiden nächsten sommer getrennt werden. m. 2einhalb monate älter und t verpasst den kindergarten-stichtag um 12 tage (wäre er mal nicht 14 tage zu spät auf die welt gekommen…). so oder so wären sie nicht im selben kindergarten. aber natürlich finde ich es auch schade, weil ich m. sehr gerne mag und seine eltern auch.
mit m. als dicken freund kann eigentlich nur das nachbarsmädchen, mithalten. das verhältnis ist allerdings schwieriger, sei es wegen dem altersunterschied oder weil sie ein mädchen ist – keine ahnung. süss war aber trotzdem, dass 5 minuten nach einem riesengeschrei und gehaue wieder alles okay war und sie sich umarmt haben. bei erwachsenen oder weniger vertrauten kindern wäre das wohl nicht möglich. auch schön fand ich, dass das nachbarsmädchen t innig umarmt hat, als er vom skiurlaub mit meinen eltern zurückgekehrt ist. oder dass sie sich süsse gutenacht-küsse gegeben haben vorhin.
ich kann nicht genau beschreiben, weshalb mich das genau rührt. kinder sind ja eher unverklemmter in ihren gefühlsäusserungen. vielleicht ist es das gefühl, dass er sich langsam von mir abnabelt, aber gleichzeitig intensive beziehungen zu anderen kindern hat. t hat zwar nie probleme gehabt, kontakt zu anderen kindern aufzubauen. aber die freundschaften zu m. und dem nachbarsmädchen haben schon eine tiefere emotionale bedeutung für ihn, glaube ich. diese seite von t mag und liebe ich sehr.